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Leitfaden zur guten fachlichen Praxis für Ernte und Anlieferung von Süßkirschen (Tafelware) bei der VOG Ingelheim


Leitfaden zur guten fachlichen Praxis für Ernte und Anlieferung von Süßkirschen (Tafelware) bei der VOG Ingelheim


1.  Pflanzenschutz


Die Bestände sind entsprechend der aktuellen Zulassungssituation so zu behandeln, dass Madenfreiheit sowie ein Maximum an Haltbarkeit unter Einhaltung der vorgegebenen Rückstands-Höchstmengen erreicht werden. Dazu ist eine Teilnahme an Feldrundgängen und ein Bezug der Pflanzenschutzhinweise der staatlichen Beratung erforderlich.
DLR Rheinpfalz
Dahlbender, Werner: werner.dahlbender@dlr.rlp.de  Tel. 06133/930-135


2. Pflückzeitpunkt


Der Pflücktermin ist bei dunkelroter, sortentypischer Fruchtfarbe erreicht. Der Stiel sitzt fest an der Frucht. Überreife Ware wird qualifiziert als zu dunkel (schwarz), mit locker an der Frucht sitzenden Stielen, weich werdend, im Halsbereich angewelkt, in der Säure abgebaut und deutlich später angeliefert als die übrigen Chargen dieser Sorte. Nicht alle Kriterien müssen gleichzeitig zutreffen. Überreife Ware schränkt Haltbarkeit und Vermarktbarkeit stark ein.  Sorten mit folgernder Reife sind mehrfach durch zu pflücken. Im geschützten Anbau kann es notwendig werden, Ware, die unter dem First hängt, früher zu ernten.


Bei Lufttemperaturen über 30 °C ist die Ernte möglichst einzustellen.


3. Erntetechnik


Bezüglich der Ernte ist das Personal sorgfältig zu unterweisen:


·         Hände waschen und Fingernägel kurz halten


·         Beim Abpflücken am Stiel anfassen und vorsichtig abpflücken, ohne Holz- und Blattreste mit abzureißen


·         Beim Abpflücken nicht in faule Früchte greifen (Kontaminationsgefahr)


·         Faule Kirschen nicht mit pflücken, besser noch: Am Stiel abpflücken und unter den Baum werfen. Das Gleiche gilt für geplatzte Kirschen


·         Früchte vorsichtig in den Erntebehälter ablegen und umfüllen aus max. 20 cm Schütthöhe


 


Der Pflückbehälter soll so beschaffen sein, dass keine Druckstellen entstehen und dass sich die Früchte nicht aufheizen. Das bedeutet, dass er eine helle Farbe haben, glattwandig sein und eine begrenzte Füllhöhe haben sollte. Werden 10-L-Eimer verwendet, so sind diese maximal bis zur Hälfte zu füllen und dann zu entleeren.


Ungeeignet sind schwarze Eimer oder geflochtene Körbe.


 


 


 


 


 


Pflückbehälter:
erhalten sie bei der VOG Ingelheim
Pflückbehälter Alu mit Tragegurt- 14,24€ + MwSt
Pflückkorb Plastik mit Tragegurt- 14,24 € + MwSt


4. Verlesen/ Verkaufsfertig machen


Gleich nach dem Pflücken werden die Kirschen am Sortiertisch verlesen.


a)      Für marktfertige Ware:
Entfernen aller nicht vermarktungsfähigen Früchte (faul, geplatzt, beschädigt, zu klein, unreif, ohne Stiel) sowie zu heller und zu dunkler Früchte für ein einheitliches Bild der Partie. Marktfertiges Verpacken incl. Auswiegen und Etikettieren.


b)      Für Ware, die bei der VOG sortiert werden soll:
Ware läuft etwas schneller über den Sortiertisch. Nur Entfernen von faulen und geplatzten Früchten sowie von Laub- und Holzresten.


 


5. Kühl- und Feuchtekette


Die Kühlkette beginnt bei der Ernte. Zum Erhalt der Stielfrische sind die Verweilzeiten auf dem Feld so kurz wie möglich zu halten. Bei sonnigem Wetter sind die Kirschen mindestens alle 2 Stunden in eine kühle Halle, besser noch in einen Kühlraum zu bringen. Kisten- und Palettenstapel auf dem Feld sollen im Schatten stehen und mit einer Reflektionsfolie abgedeckt sein. Diese erhalten sie in der Leergutabteilung (65,-€ + MwSt). Ein offener Transport vom Feld in den Betrieb und/oder vom Betrieb zur Annahmestelle muss ebenfalls unter einer Reflektionsfolie erfolgen. Auch die Verweilzeit im Betrieb ist kurz zu halten. Bei einem Herunterkühlen auf dem Betrieb sind Luftbefeuchtungseinrichtungen einzusetzen (Richtwert: über 95% rel. LF).


Bei der Warenannahme wird die Temperatur der Kirschen geprüft.


 


 


 


 


VOG Ingelheim
in Zusammenarbeit Herrn Balmer DLR, Erzeugern und der Qualitätskontrolle der VOG Ingelheim


 

 
 
 

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